Das Versteckspiel hat ein Ende: Bereits Anfang der Woche berichteten Medien, Julian Assange sei nach Erlass des internationalen Haftbefehls gegen ihn nach England geflohen. Dienstagmorgen ließ der Gründer der Internetplattform Wikileaks dann über seine Anwälte mitteilen, er sei bereit, sich der Londoner Polizei für eine Unterhaltung zu stellen um über eine Freilassung auf Kaution zu verhandeln. Auf der Polizeiwache wurde Julian Assange dann festgenommen und verhört. Das Gericht in London lehnte eine Kaution jedoch ab und behält Assange bis zur nächsten Anhörung am 14.12. in Gewahrsam. Dann wird über eine Auslieferung an Schweden, wo der Wikileaks-Chef der Vergewaltigung beschuldigt wird, entschieden. Julian Assange’s Anwälte befürchten eine spätere Auslieferung durch Schweden an die USA, wo ein Prozess gegen ihn wegen der Veröffentlichung geheimer US-Dokumente geplant ist.
Auch wirtschaftlich wächst der Druck auf Julian Assange und Wikileaks. Mehrere Firmen weigern sich inzwischen, ihre Server für die Plattform Wikileaks zur Verfügung zu stellen und die Finanzinstitute Paypal, Mastercard und die Schweizer Postbank haben die Konten, über die Wikileaks mit Spenden versorgt wurde, vorerst eingefroren, sodass keinerlei Zahlungen weitergeleitet werden.